Missionsarbeit

Unterstützung für Schulen Peru


Das Dorf Huaura liegt an der Pazifikküste 150km nördlich von Lima. Zu Huaura gehören noch ca. 40 kleinere Dörfer, zusammen sind es etwa 30 000 Einwohner. In diesem Gebiet hat die Bevölkerung 10 Jahre lang sehr unter der Gewalt von verschiedenen bewaffneten Gruppen gelitten.. Die Arbeitslosenrate ist sehr hoch, es gibt manchmal schlecht bezahlte Tagesarbeit auf den Feldern. Gesundheitsversorgung, Hygiene und Erziehung sind Bereiche, in denen die Eltern mit ihrem oft geringen Bildungsniveau überfordert sind. So werden die Grundlagen für Lernbehinderungen geschaffen, die die Grundschule mit ihrem dozierenden Unterrichtsstil nicht auffangen kann. Aus der Analyse dieser Situation beschlossen im Jahr 1993 der Pfarrer von Huaura und Barbara Haberstock, eine Entwicklungshelferin und Sonderpädagogin, die damals bereits 4 Jahre in Perú gearbeitet hatte, etwas für diese Kinder zu tun, auch wenn das damals unter dem Terrorismus etwas riskant war.


Die Schule „San Francisco de Asís“

Es fing 1993 in einem gemieteten Zimmer an und 1994 begann der Bau der eigenen Schule für lern- und geistigbehinderte Kinder. In Übereinstimmung gaben Eltern und Lehrer der Schule den Namen „San Francisco de Asís“ nach dem Patron der Armen, der die Benachteiligten am meisten liebte. Im Laufe der Jahr stieg die Schülerzahl auf 180. Viele der lernbehinderten Schüler konnten so gefördert werden, dass sie an die Grundschulen zurückkehrten und z.T. auch weiterführende Schulen besuchten.

 

Die Kinder werden gefördert :

  • in drei Kindergartengruppen
  • in der 6jährigenGrundschule
  • in den zwei Gruppen der Werkstufe.

 

Im Rahmen des Inklusionsprojektes der Regierung wurden viele lernbehinderte und geistig behinderte Kinder und Jugendliche in die Grundschulen, berufsbildende Lehrgänge oder in die Familie integriert. Es gibt nur noch schwerst oder mehrfach Behinderte an der Schule.

 

Dies erfordert von den Lehrern viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Fachwissen. Vielfältige Therapieangebote unterstützen den Unterricht, sodass eine individuelle Förderung möglich ist.

 

Die Werkstätten für Schreinerei, Hauswirtschaft und Kleintierzucht (Meerschweinchen und Kaninchen) können von den schwer behinderten Schülern nicht mehr sinnvoll benützt werden. Deshalb haben wir diese Räume einer berufsbildenden Schule überlassen, die unsere früheren Schüler dort aufnimmt.

 


Die Santa Barbara-Schule

Die peruanische Regierung legt Wert auf Inklusion, das bedeutet, dass es nicht mehr möglich war, an der Sonderschule etwas für lernschwache, verhaltensauffällige und sozialschwache Kinder zu tun. So gründete der peruanische Verein „Santa Barbara“  2007 eine neue private Grundschule, die auf Wunsch der peruanischen Lehrer den Namen „Santa Barbara“ erhielt. Hier erhalten diese Kinder individuelle Hilfe. Es werden bis zu 5 Kinder mit Behinderung pro Klasse aufgenommen, die Klassenstärke sollte 15 Schüler nicht übersteigen. Da die Nachfrage für diese Art von Beschulung sehr groß ist, wurde der erste Teil der neuen Schule gebaut. Im März 2009 konnte sie eingeweiht werden. Die Lehrer dieser Schule müssen von den Eltern (nur zum kleinen Teil möglich) und meist durch Spenden finanziert werden. Das Geld war durch den Bau der ersten 4 Klassenzimmer aufgebraucht und die neue Schule ist 2010 schon wieder zu klein.

 

  • 2011 konnten die vier Klassenzimmer aufgestockt werden (mit Hilfe des BMZ, Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).

 

  • 2012 sind alle Klassenzimmer belegt, da drei Jahrgänge bereits zweizügig laufen. Zur Eröffnung des Kindergartens gibt es von seiten des Schuamtes noch Schwierigkeiten.

 

  • 2013 werden die vier Klassenzimmer noch einmal aufgestockt. So soll auch Platz für Therapie und PC-Raum geschaffen werden.


Der Santa Barbara-Kindergarten

Der Kindergarten wurde von den Eltern und Lehrern der Grundschule gewünscht, damit die Kinder gut vorbereitet in die Schule kommen, besonders auch die aus sozialschwachen Familien. Durch Unterstützung der Spender von Ayúdame – Hilf mir Sonthofen e.V. konnte neben der Santa Barbara Grundschule Grundfläche erworben werden. Dort konnte im Jahr 2016 mit dem Bau des neuen Kindergartens begonnen werden und dieser wurde dann am 18.3.2017 eingeweiht. Der Kindergarten besteht aus 3 Räumen mit je eigenem WC. Jede Gruppe aus maximal 20 Kinder wird von einem Kindergartenlehrer (diese müssen in Peru dafür 5 Jahre an der Universität studieren) und einer Hilfskraft betreut. Zudem gibt es noch einen Platz mit Spielgeräten, die 2-5 jährigen haben schon PC-, Tanz- und Englisch-Unterricht.

 


Mehr Information und viele Bilder finden Sie auf der Seite des Vereins
„Ayúdame – Hilf mir“ Sonthofen e.V.


Download
Peru_Rundbrief-2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 376.4 KB


Sonderschule "San Francisco de Asís" in Huaura, Peru

 

Der Missionskreis unterstützt die nach Franz von Assisi benannte Schule für lernbehinderte, taubstumme und schwerhörige Kinder in Peru.

 

Frau Barbara Haberstock, eine Lehrerin aus Sonthofen, erlebte bei einem Besuch in Peru die Not der behinderten Kinder und so beschloss sie, einen Teil ihres Lebens dieser Arbeit zu widmen. Sie zog für ein paar Jahre nach Peru und gründete 1993 in dem kleinen Küstenstädtchen Huaura (sprich "Waura"), ca. 150 km nördlich von Lima eine Sonderschule für lernbehinderte Kinder.

 

Da die Pfarrei vor Ort diese Arbeit tatkräftig unterstützte und in der Zwischenzeit auch das peruanische Erziehungsministerium die Wichtigkeit dieser Arbeit begriff, können mittlerweile rund 200 Schüler und Schülerinnen in drei Stufen unterrichtet werden: Kindergartenstufe, Grundschulstufe und Werkstufe.

 

Jetzt geht es darum, geeignete Räumlichkeiten für die Werkstufe zu bauen (eine Schreinerei, eine Schneiderei und eine Kleintierzucht). Dies ist besonders wichtig, weil hier die Kinder und Jugendlichen lernen, ihren eigenen Lebensunterhalt zu schaffen. So können die behinderten jungen Leute einen Schritt mehr für ihre Selbständigkeit tun.

 

Frau Haberstock hat im Herbst 2001 wieder ihren Dienst in der Sonderschule in Sonthofen aufgenommen, steht aber nach wie vor in engem Kontakt zu den Lehrern und Schülern in Huaura, um mit Hilfe von unseren Spenden ihr begonnenes Werk fortführen zu können.

 


Länderinfo -  Peru

 

Die Republik Peru ist ein Staat im westlichen Südamerika direkt am Pazifik.

 

Peru ist neben Bolivien und Guatemala eines der drei Länder mit mehrheitlich indianischer Bevölkerung, 45 % der Einwohner sind indianischer Abstammung.

 

 

Die durch Landflucht ausgelöste hohe Zuwanderung in die Hauptstadt, in der rund ein Drittel der Bevölkerung lebt, hat große soziale Probleme zur Folge:

Ein erheblicher Teil vor allem der indianischen Bevölkerung in Lima lebt unterhalb bzw. am Rande der Armutsgrenze. Aufgrund von Gegensätzen in den ethnischen Kulturen und aufgrund soziopolitischer Ungleichheiten, kommt es zu einer ungenügenden Versorgung der Bevölkerung.

 

 

 

 

 

 

Quelle: wikipedia


Zwei Schulen in Peru

 

Die Sonthoferin Barbara Haberstock engagiert sich mit dem von ihr gegründeten Verein «Ayúdame - Hilf mir» für die Sonderschule «San Francisco de Asís» und die neue private Grundschule «Santa Barbara» in Peru.

 

weitere Infos:

 

Der Verein Ayudame  zur Webseite

Bericht in der Allgäuer Zeitung vom 20.04.2010   zum Bericht